Wo Sie für sich selbst Hilfe finden

Viele Angehörige sind mit der Situation eines (glücksspiel-)süchtigen Menschen überfordert. Und das ist auch ihr gutes Recht. Als Familienmitglied, Partnerin oder Partner, Bekannte oder Bekannter, Kollegin oder Kollege sind Sie durch die Sucht meist persönlich mitbetroffen. Darum steht auch Ihnen in Ihrer Situation Hilfe zu. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an Hinweisen, Hilfemöglichkeiten und Anlaufstellen, die Ihnen Unterstützung bieten.

Einen Überblick über mögliche Anlaufstellen finden Sie in Modul 0 des Online-Programms EfA.

 

Suchtberatungsstellen

Suchtberatungsstellen helfen nicht nur Menschen mit der problematischen Verhaltensweise sondern auch deren Angehörigen. In Gesprächen mit einer Expertin oder einem Experten können Sie sich hier zum Umgang mit der schwierigen Situation beraten lassen. Die Beratung ist kostenlos und streng vertraulich, die Beratenden sind an die gesetzliche Schweigepflicht gebunden und dürfen ohne Ihr Einverständnis keine Informationen nach außen weitergeben.

Adressen von Beratungsstellen finden Sie hier.

An vielen der Beratungsstellen werden zusätzlich Gesprächsgruppen für Angehörige angeboten, z.B. das Gruppenangebot „Entlastungstraining für Angehörige problematischer und pathologischer Glücksspieler – psychoedukativ (ETAPPE)“. Es informiert Sie über Glücksspielsucht und deren Behandlungsmöglichkeiten, Geld und Recht sowie über Umgang mit Stress, Kommunikation und Beziehungsgestaltung. Es umfasst insgesamt acht Module, die alle 14 Tage (Dauer: 90 Minuten) stattfinden. Fachinformationen und Literatur zum Gruppenprogramm ETAPPE finden Sie hier.

Sobald ein neues Gruppenangebot startet, finden Sie an dieser Stelle alle relevanten Informationen.

 

Schuldnerberatungsstellen

Haben Sie finanzielle Schwierigkeiten und Probleme damit, Schulden zurückzubezahlen, dann hilft Ihnen eine Schuldnerberatungsstelle weiter. Manche der Angebote sind kostenlos, hier muss jedoch mit Wartezeiten gerechnet werden

Hilfreiche Informationen und Adressen finden Sie hier.

 

Selbsthilfegruppen

In Selbsthilfegruppen können Sie sich mit anderen Angehörigen von Menschen mit einer Glücksspiel-problematik austauschen. Dadurch können Sie hilfreiche Erkenntnisse zu Ihrer eigenen Situation und möglichen Lösungen gewinnen.

Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie hier.

 

Telefon- oder E-Mail-Beratungsangebote

Auch im Internet oder am Telefon kann man sich ersten Rat und Unterstützung holen. Das kann für viele gerade am Anfang leichter sein, als persönlich ein Hilfeangebot aufzusuchen. Es gibt unterschiedliche Hotlines für eine Telefonberatung bei Glücksspielsucht, darunter auch fremdsprachige Angebote. Sie arbeiten kostenlos und anonym. Auch per E-Mail können Sie sich einen ersten Rat einholen sowie Adressen von nahegelegenen Beratungsstellen erfragen.

Hilfe für Eltern

Das Beratungsprogramm ELSA (Elternberatung bei Suchtgefährdung und Abhängigkeit von Kindern und Jugendlichen) unterstützt die Eltern dabei, mehr Sicherheit im Umgang mit Ihrem Sohn / Ihrer Tochter zu gewinnen und konstruktive Lösungen für bestehende Konflikte zu entwickeln.

ELSA – Beratung für Eltern süchtiger Kinder und Jugendlichen

 

Selbsthilfeprogramme

Hier können Sie sich für unser Online-Programm EfA registrieren. Beachten Sie, dass Sie hierfür einen kostenlosen Account auf der Lernplattform der BAS erstellen.

 

Weitere Hilfen

Weiterführende Informationen finden Sie im Selbsthilferatgeber.

„Deine Spielsucht betrifft auch mich“

Viele weitere Informationen und Unterstützungsangebote gibt es auch im Internet. Eine Auswahl von nützlichen Online-Adressen finden Sie auf Verspiel nicht dein Leben.

 

Fremdsprachige Angebote

Informationen in verschiedenen Sprachen und Verweise auf fremdsprachige Hilfsangebote auch für Angehörige finden Sie auf Verspiel nicht dein Leben.