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Was sind Probleme mit Glücksspielen?

Die meisten Menschen spielen aus Spaß. Für sie bleibt das gelegentliche Glücksspielen eine unproblematische Freizeitbeschäftigung. Eine kleine Gruppe professioneller (Poker-)Spielerinnen und -Spieler versucht, ihren Lebensunterhalt ganz oder teilweise durch Glücksspiele zu bestreiten. Sie spielen viel und regelmäßig, behalten dabei aber einen vernünftigen inneren Abstand zum und die Kontrolle über das Spielen. Für einen weiteren Teil der Spielenden entwickeln sich aus dem Glücksspielen zunehmend Probleme. Sie wenden immer mehr Zeit und Geld dafür auf, versuchen Verluste wieder auszugleichen und verlieren zunehmend die Kontrolle über ihr Spielverhalten. Der Übergang von einem unproblematischen Spielverhalten zu einem riskanten, problematischen oder sogar pathologischen, also krankhaften Glücksspielen („Glücksspielsucht“) ist fließend und wird vom Spielenden oft gar nicht bemerkt.

Weitere Infos zum Thema „Phasen der Glücksspielsucht“ finden Sie in Modul 0 des Online-Programms EfA.

Bei Betroffenen beherrscht das Glücksspielen irgendwann die gesamte Lebensführung und Gedankenwelt. Häufig vernachlässigen Sie Familie und Freundeskreis, soziale Kontakte und Beruf. Aufgrund der ähnlichen Diagnosekriterien zu stoffgebundenen Süchten (zum Beispiel nach Alkohol oder Drogen), wird das pathologische Spielen in der 5. Auflage des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen (DSM-5) als sogenannte Verhaltenssucht den Abhängigkeitserkrankungen zugeordnet.

Weitere Infos zum Thema „Diagnose“ finden Sie in Modul 0 des Online-Programms EfA.

Anfang 2001 ist das pathologische Glücksspielen von Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern als rehabilitationsbedürftige Krankheit anerkannt worden und wird damit anderen Süchten, wie zum Beispiel der Alkoholabhängigkeit, gleichgestellt. Damit ist auch die Finanzierung der Behandlung gesichert.

Weitere Infos zum Thema „Glücksspielsucht“ finden Sie auf Verspiel nicht dein Leben.