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Soziale Unterstützung

Soziale Unterstützung, d.h. Hilfe von Menschen, die uns nahestehen oder die wir in unserem Umfeld haben, ist gerade in stressreichen Situationen besonders wichtig. Dabei fängt soziale Unterstützung bereits bei Kleinigkeiten an, geht über viele verschiedene Bereiche und schließt Arbeitshilfen, Informationen und Beratung sowie Gefühle ein: Nachbarn, die unsere Pakete annehmen, der Freundeskreis, der beim Umzug hilft oder zum Essen einlädt, Familienmitglieder, die zuhören und uns in den Arm nehmen und uns das Gefühl geben, aufgehoben zu sein und dazu zu gehören.

Soziales Netz

Soziale Unterstützung kann entweder durch Familie, Freundeskreis usw. geleistet werden oder durch professionelle Ansprechpartnerinnen und -partner, z.B. in Beratungsstellen. Zu dem eigenen sozialen Netz gehören alle Personen, mit denen man in Beziehung steht. Häufig nutzt man für verschiedene Problemlagen verschiedene Ansprechpartnerinnen oder -partner. Für viele ist es auch eine bewusste Entscheidung, mit wem sie über die Glücksspielproblematik sprechen wollen und mit wem nicht. Diese Entscheidung sollte jeder Mensch für sich treffen, regelmäßig hinterfragen und gegebenenfalls überdenken.

Wichtig ist:
Soziale Unterstützung kann nur dann geleistet werden, wenn das soziale Netz darüber informiert ist, dass man Hilfe braucht.

Grenzen sozialer Unterstützung

„Gut gemeint, ist nicht gut gemacht“ gilt auch für den Bereich der sozialen Unterstützung. Eine gut gemeinte, aber unpassende Unterstützung ist eine Belastung für diejenigen, die Hilfe suchen. Das kann z.B. passieren, wenn die Helfenden mit der Situation überfordert sind, sich übertrieben einbringen oder sogar einmischen. So erleben beispielsweise Angehörige von Menschen mit Glücksspielproblemen häufig, dass sie von Familienmitgliedern oder vom Freundeskreis Ratschläge bekommen, die sie selbst in ihrer Situation als nicht hilfreich erleben. Manche hören deswegen auf, in ihrem sozialen Netz nach Unterstützung zu suchen. Dies ist langfristig nicht günstig. Besser ist, dem eigenen Umfeld klar zu vermitteln, welche Art der Unterstützung man selber braucht und welche gut gemeinte, aber unpassende Unterstützung einen belastet. Häufig ist es hilfreich, sich z.B. in einer Beratungsstelle oder einer Selbsthilfegruppe zusätzliche Unterstützung einzuholen und die Problematik mit außenstehenden Personen durchsprechen zu können.

Adressen finden Sie unter Verspiel nicht dein Leben.